Planungs- und Konstruktionshinweise

Einsatzbereich

Die frei bewitterbare Sanierungs-Dampfbremse pro clima DASATOP kann eingesetzt werden:

  • speziell bei der Sub-and-Top-Dachsanierung von aussen, optimiert für die Verlegung im Gefach und über den Sparren,
  • bei Wohngebäuden oder Gebäuden mit wohnähnlicher Nutzung in allen Räumen wie Wohn- und Schlafräume, Küchen und Bädern sowie
  • in aussen diffusionsoffenen Konstruktionen.
  • Überdämmung mit PU vlieskaschiert ab 50 mm möglich.

Sub-and-Top-Lösung mit DASATOP

  1. Unterdachbahn, z. B. pro clima SOLITEX MENTO 3000
  2. Aufdopplung
  3. Faserförmiger Dämmstoff
  4. Lagesicherung mit DASATOP FIX
  5. DASATOP
  6. ggf. Installationsebene
  7. Innenbekleidung

Möglichkeiten der Dämmstoffkombination

Optimale Sicherheit für Konstruktionen mit dem System DASATOP besteht bei:

  • Aufdachdämmungen aus faserförmigen Dämmstoffen,
  • aussen diffusionsoffenen Unterdachbahnen (z. B. der SOLITEX MENTO Familie), auch auf Schalungen und
  • Holzfaser- oder MDF-Unterdachplatten

Eine Überdämmung ist auch mit mind. 50 mm PU-Aufdachdämmung vlieskaschiert möglich (keine Alukaschierung). Die Kombination mit Schaumdämmstoffen als Überdämmung sollte nur dann erfolgen, wenn:

  • das Austrocknen der Konstruktion gewährleistet ist und
  • diese im Steildachbereich erfolgt, nicht bei obersten Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume

pro clima DASATOP kann generell nicht bei Konstruktionen eingesetzt werden, die aussen mit diffusionsdichten Bauteilschichten versehen sind.

4 Wochen Freibewitterung

Die pro clima DASATOP kann zum Schutz der Konstruktion bis zu 4 Wochen frei bewittert werden. Bitte beachten Sie, dass die DASTOP keine Abdichtung im Sinne eines Notdaches darstellt. Feuchtigkeit kann durch Tackerklammern oder durch sonstige Perforationen (Nägel, Schrauben usw.) eindringen. Der Wasserablauf über angeschlossene Bauteile (z. B Schwellen) muss sichergestellt werden. Bei bewohnten bzw. besonders schützenswerten Konstruktionen ist zusätzliches Abplanen empfehlenswert.

Faserförmige Dämmstoffe verwenden

Optimal sind faserförmige Dämmstoffe. Damit die feuchtevariablen Eigenschaften der DASATOP wirken können, muss Feuchtigkeit zur Dampfbremse wandern können. Diffusionsoffene Wärmedämmstoffe gewährleisten dies und sind daher empfehlenswert.

  • Bei Einblasdämmungen muss die DASATOP vollflächig aufliegen.
  • Die DASATOP kann auch mit vlieskaschierten Schaumdämmstoffen als zusätzliche Überdämmung (ab 50 mm Dicke) kombiniert werden, wenn die Konstruktion nach aussen diffusionsoffen ist. Dies jedoch ausschliesslich im Steildachbereich, nicht bei obersten Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume.

Verlegung unter der Aufdopplung:
Sollen Sparrenquerschnitte erhöht werden, empfiehlt es sich, zuerst die DASATOP und anschliessend die Aufdopplung einzubauen. Die Luftdichtung liegt so bauphysikalisch günstig weiter auf der Warmseite der Konstruktion.

Einsatz bei aussen diffusionsoffenen Konstruktionen möglich

Diffusionsoffene Unterdachbahnen (z. B. SOLITEX Dachbahnen) schützen das Bauteil während der Bauphase und stellen die erforderliche Winddichtheit sicher. Sie können auch auf Vollholzschalungen verlegt werden. Diffusionsoffene Unterdachplatten aus Holzwerkstoffen können in beliebiger Stärke oberseitig der Sparren ergänzt werden.

Diffusionsoffene Innenbekleidung verwenden

Um die Rücktrocknung nicht zu behindern, sollten innenseitig der Dämmung keine diffusionshemmenden Schichten, wie OSB- oder Holzmehrschichtplatten, angeordnet werden. Geeignet sind Bekleidungen aus Gipsbauplatten, Profilbrettern oder Putzschichten auf diffusionsoffenen Tragebenen wie Holzwolleleichtbauplatten.
Zum Schutz der Bahnen vor UV-Strahlung sind Innenbekleidungen erforderlich. Fehlen diese, z. B. im Spitzboden, müssen sie nachgerüstet werden.

Erhöhte Raumluftfeuchtigkeit

Der Diffusionswiderstand der pro clima DASATOP wurde so eingestellt, dass bei üblichen Raumluftfeuchtigkeiten auch in Bädern und Küchen eine sichere dampfbremsende Wirkung gegeben ist.
Grundsätzlich sollte baubedingte Feuchtigkeit zügig durch Fensterlüftung aus dem Bauwerk entweichen können. Im Winter können Bautrockner die Trocknung beschleunigen. Dadurch werden dauerhaft hohe relative Luftfeuchtigkeiten vermieden.

Qualitätssicherung

Anders als bei der Bahnenverlegung von innen ist die Qualitätskontrolle mit dem Differenzdruckverfahren (z. B. mit dem pro clima WINCON) bei der Bahnenverlegung von aussen nur bei Überdruck möglich. Dazu muss das Gebäudeinnere zusätzlich mit einer Nebelmaschine vernebelt werden. Auf der Aussenseite können dann die Details hinsichtlich der Luftdichtheit überprüft werden.
Die Bahnen sind zuvor ausreichend mechanisch zu sichern. Verklebungen und Anschlüsse sind daher mit besonderer Sorgfalt auszuführen.
Die detaillierte konstruktive Planung, insbesondere der Anschlüsse an Traufen und Giebel, sowie deren Ausführung sind bei der Dachsanierung von aussen besonders wichtig.

Optimale Trocknungsbedingungen

Sicherheit durch kleinen sd-Wert: Wenn Sub-and-Top-Bahnen nicht optimal an den Sparren anliegen, können Konvektionstunnel entstehen. Sie stellen ein Sicherheitsrisiko dar, können aber in der Praxis oft nicht ausgeschlossen werden. Für die Bauschadensfreiheit ist demnach wichtig, dass Bahnen extrem diffusionsoffen werden können, um auch grössere Feuchtemengen aus Konvektion schnell abführen zu können.

Der variable Diffusionswiderstand der DASATOP ist optimal für die schnelle Sub-and-Top-Verlegung eingestellt.

Hinweis

Bei Fragen zu Planung und Konstruktion kontaktieren Sie bitte die pro clima Technik-Hotline.



Technik-Hotline
Hotline technique