Planungshinweise

Um das be­stmögli­che Bau­scha­dens­frei­heits­po­ten­zi­al der pro cli­ma DA aus­zuschöpfen, be­ach­ten Sie bei der Pla­nung und Rea­li­sie­rung der Dampf­brems- und Luft­dich­tungs­ebe­ne bit­te fol­gen­de Punk­te.

 

3 Monate Freibewitterung

Die pro cli­ma DA kann zum Schutz der Kon­struk­ti­on bis zu 3 Mo­na­te frei be­wit­tert wer­den. Bei der Frei­be­wit­te­rung be­trägt die Min­dest­dach­nei­gung 10°.
Bit­te be­ach­ten Sie, dass die DA kei­ne Ab­dich­tung im Sin­ne ei­nes Not­da­ches dar­stellt.
Feuch­tig­keit kann durch Tack­er­klam­mern oder durch sons­ti­ge Per­fo­ra­tio­nen (Nägel, Schrau­ben usw.) ein­drin­gen. Bei be­wohn­ten bzw. be­son­ders schützens­wer­ten Kon­struk­tio­nen ist zusätz­li­ches Ab­pla­nen emp­feh­lens­wert.

 

Faserförmige Dämmstoffe verwenden

Der mod­er­ate sd-Wert der pro cli­ma DA (2,3 m) gewährt bei Ver­wen­dung mit dif­fu­si­on­sof­fen­en, fa­serförmi­gen Wärmedämm­stof­fen die Aus­trock­nung der Kon­struk­ti­on im som­mer­li­chen Kli­ma nach in­nen. Da­bei muss die Feuch­tig­keit zur Dampf­brem­se wan­dern können. Ide­al sind fa­serförmi­ge Wärmedämm­stof­fe wie Zel­lu­lo­se, Flachs, Hanf, Holz­fa­ser, Stein- oder Min­er­al­wol­le etc..
Die DA kann auch mit Schaumdämm­stof­fen (z. B. PU-, PS- oder PIR-Schaum) kom­bin­iert wer­den, wenn die Kon­struk­ti­on nach aus­sen dif­fu­si­on­sof­fen ist. In die­sem Fall entfällt die Rück­trock­nungs­sich­er­heit, da Schaumdämm­stof­fe selbst dif­fu­si­on­shem­mend sind.

 

Einsatz bei aussen diffusionsoffenen Konstruktionen möglich

pro cli­ma DA kann zu­sam­men mit al­len gängi­gen dif­fu­si­on­sof­fen­en Un­terdächern ein­ge­set­zt wer­den.
Die Bahn kann nicht bei Kon­struk­ti­on­en ein­ge­set­zt wer­den, die aus­sen mit dif­fu­si­ons­di­cht­en Bau­teil­schicht­en ver­se­hen sind. Zu die­sen Bau­tei­len gehören z. B. Me­tall­dach-, Flach­dach- oder Gründach­kon­struk­ti­on­en. Für de­rar­ti­ge Kon­struk­ti­on­en kann mit dem Sys­tem pro cli­ma IN­TE­SA­NA ein ho­hes Bau­scha­dens­frei­heits­po­ten­zi­al er­reicht wer­den.

 

Erhöhte Raumluftfeuchtigkeit

Der Dif­fu­si­on­swi­der­stand der pro cli­ma DA wur­de so ein­ges­tellt, dass auch bei höher­en, zeit­lich be­gren­zten Raum­luft­feuch­tig­kei­ten ei­ne si­che­re, dampf­brem­sen­de Wir­kung ge­ge­ben ist. Die­se können z. B. in Neu­bau­ten bau­be­dingt oder durch kur­z­fris­tig erhöhte rel. Luft­feuch­tig­kei­ten in Bädern oder Küchen ent­ste­hen.
Un­abhängig von der Art der ver­wen­de­ten Dampf­brem­se ist grundsätz­lich bau­be­ding­te Feuch­tig­keit zügig durch Fens­terlüftung aus dem Bau­werk ab­zuführen dam­it sich ei­ne nor­ma­le Feuch­te­last ein­stel­len kann. Im Win­ter können Bau­trock­ner die Trock­nung be­schleu­ni­gen. Da­durch wer­den dau­er­haft ho­he re­la­ti­ve Luft­feuch­tig­kei­ten (LF) und dam­it ver­bun­de­nes Schim­mel­ri­si­ko ver­mie­den.

 

Qualitätssicherung

Anders als bei der Bahnenverlegung von innen ist die Qualitätskontrolle mit dem Differenzdruckverfahren (z. B. mit dem pro clima WINCON) bei der Bahnenverlegung von aussen nur bei Überdruck möglich. Dazu muss das Gebäudeinnere zusätzlich mit einer Nebelmaschine vernebelt werden. Auf der Aussenseite können dann die Details hinsichtlich der Luftdichtheit überprüft werden. Die Bahnen sind zuvor ausreichend mechanisch zu sichern. Verklebungen und Anschlüsse sind daher mit besonderer Sorgfalt auszuführen.
Die detaillierte konstruktive Planung, insbesondere der Anschlüsse an Traufen und Giebel, sowie deren Ausführung sind bei der Aufdachdämmung besonders wichtig.

 

Hinweis

Bei Fragen zu Planung und Konstruktion kontaktieren Sie bitte die pro clima Technik-Hotline.

Tel. 052 588 00 79
E-Mail technik@proclima.ch
français:
Tél. 022 518 18 98
E-Mail technique@proclima.ch