Neue Verordnungen

Et­wa ein Drit­tel des jähr­li­chen Ener­gie­ver­brauchs in der Schweiz wird zur Be­hei­zung von Gebäuden ver­wen­det. Nach dem Wil­len der EU soll sich das bald ändern.

Ab En­de 2020 dürfen Neu­bau­ten nicht we­sent­lich mehr Ener­gie ver­brau­chen, als sie selbst er­zeu­gen. Die Mit­glieds­staa­ten müssen aus­ser­dem Ak­ti­ons­pläne auf­stel­len, um Pas­sivhäuser zu fördern, de­ren An­zahl zu erhöhen und bei Re­no­vie­run­gen Ener­gie­spar­mass­nah­men zu fördern.

 

Weitere Infos

zum Ener­gie­spa­ren und zu Förder­mit­teln un­ter
www.de­na.de
www.kfw.de
www.wis­sen­wi­ki.ch

Mit Luftdichtung dem Klima helfen

Ei­ne ren­ta­ble Wärmedämmung ist nur durch ei­ne per­fek­te Luft­dich­tung zu er­rei­chen. Denn Kon­struk­tio­nen mit op­ti­ma­ler Luft­dicht­heit spa­ren Ener­gie und führen zeit­gleich zu ei­ner ab­so­lu­ten Re­du­zie­rung von CO2. Da­mit macht pro cli­ma die Wärmedämmung nicht nur ren­ta­bel, son­dern bie­tet gleich­zei­tig einen wirk­sa­men Bei­trag zur Ver­min­de­rung des Treib­haus­ef­fek­tes.

In Zah­len be­deu­tet das: Im Jahr 2000 benötig­ten Häuser in Mit­tel­eu­ro­pa für die Raum­hei­zung im Durch­schnitt 22 Li­ter Öl pro Qua­drat­me­ter Wohn­fläche. Das ent­spricht ei­ner Heiz­leis­tung von 220 Ki­lo­watt­stun­den pro Qua­drat­me­ter. Ein Pas­siv­haus braucht nur einen Li­ter, ein Nied­ri­g­ener­gie­haus nach EnEV (deut­sche Ener­gie­Ein­spar­Ver­ord­nung) drei bis sie­ben Li­ter – vor­aus­ge­setzt, die Luft­dich­tung ist per­fekt. Fu­gen in der Luft­dich­tungs­ebe­ne von Gebäuden führen zu ei­ner Ver­viel­fa­chung des Ener­gie­be­dar­fes, der Kos­ten und der Emis­si­on von Treib­h­aus­ga­sen.

Feh­ler­haf­te Dämmung und Fu­gen führen zu Wärme­ver­lus­ten, was wie­der­um höhe­re Ener­gie­kos­ten, höhe­re CO2-Emis­sio­nen und auch Bauschäden zur Fol­ge hat. Die weit­rei­chen­den Aus­wir­kun­gen auf die Wärme­ver­lus­te ei­ner nur 1 mm brei­ten Fu­ge in der Luft­dich­tungs­ebe­ne zei­gen wir im Ka­pi­tel Bau­phy­sik.

 

Diagramm Sanierung

Heizkosten im Einfamilienhaus: Vergleich saniert und unsaniert

Un­sa­nier­tes Ein­fa­mi­li­en­haus mit 150 qm Wohn­fläche, Bau­jahr 1970, 4-Per­so­nen-Haus­halt. Es wird ein Ver­brauch von 4.500 Li­tern Heizöl pro Jahr und ein Heizölpreis von 0,72 Eu­ro / Li­ter Heizöl (Stand Ja­nu­ar 2008) an­ge­nom­men. Quel­le: Deut­sche Ener­gie-Agen­tur GmbH (de­na)

Fugen führen zu Wärmeverlusten

Feh­ler­haf­te Dämmung und Fu­gen führen zu Wärme­ver­lus­ten, was wie­der­um höhe­re Ener­gie­kos­ten, höhe­re CO2-Emis­sio­nen und auch Bauschäden zur Fol­ge hat. Die weit­rei­chen­den Aus­wir­kun­gen auf die Wärme­ver­lus­te ei­ner nur 1 mm brei­ten Fu­ge in der Luft­dich­tungs­ebe­ne zei­gen hier.

Thermografie zeigt Schwachstellen

Ei­ne ther­mo­gra­fi­sche Auf­nah­me ei­nes Hau­ses macht Schwach­stel­len in der Wärmedämmung und der Luft­dich­tungs­ebe­ne sicht­bar. Da­bei wird die Ober­flächen­tem­pe­ra­tur ei­nes Gebäudes mit ei­ner In­fra­rot­ka­me­ra far­big dar­ge­stellt. Das ermöglicht ei­ne ein­fa­che Dar­stel­lung kom­pli­zier­ter tech­ni­scher Zu­sam­menhänge im Farb­dis­play der Ka­me­ra so­wie auf ei­nem Aus­druck der Auf­nah­me. An­sch­lies­send ana­ly­sie­ren Fach­leu­te die Bil­der und schla­gen kon­kre­te Mass­nah­men zur Sa­nie­rung der Scha­dens­quel­len vor.